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Das Joomla 1.5 Einsteigerseminar

Joomla! ist ein Content Management System (CMS), mit dem sich auf einfache Art und Weise die Inhalte einer Webseite gestalten lassen.

Es eignet sich ausgezeichnet für kleinere und mittlere Auftritte, aber auch große Portale sind mit diesem System bereits realisiert worden. Joomla! ist sehr einfach zu bedienen und sorgt damit für schnellen Erfolg beim Anwender. Nach dem bewährten Konzept “Lernen – Üben – Anwenden”Das Einsteigerseminar Joomla 1.5 beschreibt Autor Thorsten Luhm Voraussetzungen, Installation und Konfiguration von Joomla!, geht auf die Benutzung des Front- und Backends ein und gibt einen Überblick über mögliche Erweiterungen für das CMS.

Das Buch “Das Joomla 1.5 Einsteigerseminiar” (Paperback, 272 Seiten, ca. 12,95 Euro) wendet sich an Einsteiger in Sachen Webseiten und Content Management Systeme — spezielle Programmierkenntnisse sind daher nicht notwendig, man sollte aber schon geübter Computernutzer sein. Weil Joomla auf einem Server im Internet läuft, spielt das Betriebssystem auf dem heimischen Computer eine untergeordnete Rolle, das Buch ist also gleichsam für Windows-, Linux- und MacOS-Anwender interessant.

Im Gegensatz zu anderen Büchern, die die Versionsangabe "1.5" im Titel führen, wurde das Einsteigerseminar nicht aus einem Joomla-1.0- oder gar Mambo-Buch "umgestrickt". Das ist deshalb von Bedeutung, weil diese Versionen nur bedingt kompatibel zueinander sind, insbesondere hinsichtlich der Erweiterungen bzw. Plugins. Abgerundet wird das Buch durch grundsätzliche Überlegungen zur Konzeption einer Website, die oft im Eifer des Gefechts zu kurz kommen und sich im Nachhinein schwer korrigieren lassen.

Das Einsteigerseminar Joomla 1.5

Das Joomla 1.5 Einsteigerseminar ermöglicht den leichten Einstieg in das beliebte Content Management System.

Aus dem Inhalt:
  • Grundlagen: Systemvoraussetzungen, benötigte Programme, Webhosting, lokale Erprobung
  • Installation: Download, Sprachwahl, Datenbank vorbereiten, FTP-Konfiguration
  • Konfiguration: Einrichten von Sections und Categories, der erste Artikel, Menu-Manager
  • Backend: Administratoraufgaben und -funktionen, globale Konfiguration
  • Frontend: Nutzer und Rechte, Autoren, Texteditor, Modul-Manager
  • Erweiterungen: Templates, eingebaute Funktionen, externe Erweiterungen, Sprachen
  • Konzeption: Grundsätzliches zum Aufbau einer Webseite: Zielgruppe, Bedienung und Design, Inhalt und Stil, Einsatz von Software, Testbetrieb, rechtliche und technische Aspekte

"Das Einsteigerseminar Joomla 1.5" von Thorsten Luhm ist ab sofort im Handel erhältlich, z. B. auch bei Amazon. Vmi Buch, Softcover 272 Seiten; 1. Auflage (November 2007), ISBN-13: 978-3826674402.

Weitere Informationen

  1. Die jeweils aktuelle Version von Joomla findet man auf der Joomla-Homepage, wo bereits im Navigationsbereich jeweils auf die aktuellste Version aufmerksam gemacht wird. Joomla ist eine Abspaltung (”Fork”) von Mambo — und nur bedingt “kompatibel”. Die Opensource-Software steht unter der sog. GNU-Lizenz (inoffizielle deutsche Übersetzung).
  2. Templates steuern das Erscheinungsbild von Joomla. Zum Installationspaket gehören nur wenige, aber man kann sich von verschiedenen Websites fertige laden (Templates bei “Joomla-Downloads”, Templates für 1.5 bei “JoomlaOS” oder JoomlaAwards) oder selbst welche erstellen (CSS-Guide, Joomla für Entwickler). Um die neue Joomla-Version zu unterstützen, gibt es einen Template Contest.
  3. Neben Templates sind natürlich Plugins das wichtigste Zubehör für Joomla. Während die Auswahl für die 1.0.xer-Reihe riesig ist, halten sich die Entwickler bei 1.5 (noch) etwas zurück. Das Plugin “CamelCityContent” ist eines der wenigen, das für Joomla 1.5 seit RC1 angeboten wird (erleichtert die Bearbeitung eigener Beiträge). Die Autoren von “JoomFish” haben in einer Roadmap festgehalten, wann es das Mehrsprachen-Plugin auch für die 1.5er-Version geben wird.
  4. Natürlich gibt es weitere zahlreiche Downloads zu Joomla, u. a. Sprachdateien.
  5. Wenn man ein CMS selbst installiert, muß man eine Menge Accounts verwalten. Die wichtigsten Daten zur Installation (FTP-Zugang, SQL-Server usw.) und Konfiguration (Benutzername, Paßwort) kann man sich auf dem Joomla Merkzettel eintragen.

Hilfreiche Software

Um eine Website zu entwicklen, kann zusätzliche Software hilfreich sein: Ein lokaler Server, Mindmapping, Projektplaner, ein Editor zur Bearbeitung der Dateien und natürlich ein FTP-Programm zum Upload.

  1. Für die Erprobung kann man erstmal einen lokalen Server verwenden: XAMPP für Windows ist ein bekanntes Paket für den Hausgebrauch (LAMP für Linux, aber in dem meisten Linux-Distributionen ist ein Server schon eingebaut). Mein “Geheimtipp” heißt Server2go (Windows) und ist noch einfacher zu bedienen und flexibler. MAMP heißt eine Server-Variante für MacOS. Gerade auf Linux-Servern spielt das Thema Schreibrechte manchmal eine entscheidende Rolle (hier speziell für Joomla).
  2. Eine Mindmap kann bei der Konzeption hilfreich sein, wenn man noch Material und Ideen sammelt. Opensource ist Freemind (Java), online mit kostenlosem Probeaccount steht Mindmeister zur Verfügung.
  3. Bei einem kleinen Projekt vielleicht etwas übertrieben, aber eine gute Gelegenheit sie zu testen sind Projektplaner wie Open Workbench oder Gantt Project.
  4. Gerade Opensource-Projekte sind oft nur (oder zuerst) auf Englisch erhältlich. Hilfe bei der Übersetzung von Programmfunktionen oder Handbuch bietet beispielsweise die Google Toolbar, die Begriffe automatisch übersetzt. Ein Online-Wörterbuch ist das bekannte LEO.
  5. Daten zu komprimieren und aus mehreren Dateien eine zu machen, ist der Job eines Zippers. Als “Geheimtipp” sei TUGzip empfohlen (TUGzip (englisch), den es auch in einer eingedeutschten Version gibt: TUGzip (deutsch).
  6. Eigentlich hat jeder doch einen Browser. Damit eine Website auch auf möglichst vielen Systemen läuft, guckt man mal auf die Übersicht der verbreiteten Browser.
  7. Bilder sind im WWW ein zentrales Element. Mit einem Bildbetrachter kann man schnell den Bestand sichten sowie kleine Korrekturen vornehmen: IrfanView (Windows) oder XnView (mehrere Betriebssysteme) sind zwei erprobte Programme. Mit JPEG & PNG Stripper kann man verräterische EXIF-Einträge löschen (”Intime Daten aus Digitalfotos“).
  8. Ein Editor ist bei der Programmierung oder Anpassung von Konfigurationsdateien unerläßlich: BBEdit (MacOS), Notepad++ (Windows) oder Phase 5 / Proton (Windows) bieten eine Alternative zu den Bordmitteln.
  9. Zur Steuerung und Übertragung von Daten an einen Server kann man WinSCP [deutsch] und Putty einsetzen. Wenn dabei unterschiedliche Dateigrößen auftauchen, kann man sich auch einmal Gedanken machen “Wie groß ist ein Kilobyte?“.

Online-Dienste

Neben den klassischen Programmen für den Schreibtisch-PC kann man auf viele online verfügbare Helfer zurückgreifen, z. B. einen Link-Checker oder einen Favicon-Editor.

  1. Anbieter kostenloser E-Mail-Accounts (weil Joomla diesbezüglich ja keine Dubletten mag): web.de, GMX oder Yahoo (Deutschland) — um einmal die bekannteren zu nennen.
  2. Um peinliche “broken links” zu vermeiden, sollte man von Zeit zu Zeit die Website mit einem Link-Checker überprüfen. Link-Checker Xenu’s Link Sleuth (Windows) ist ein darauf spezialisiertes Programm. Online geht’s aber auch: W3C Link Checker oder Link Valvet.
  3. Bei einem CMS wie Joomla ist die MySQL-Datenbank ein zentrales Element. Neben der Standardkonsole hat sich phpMyAdmin als Tool bewährt (Info bei Wikipedia).
  4. Den letzten Schliff erhält eine Website mit einem Favicon, dem kleinen Bild in der URL, das oft auch in der Lesezeichenliste wieder auftaucht. Favicon Generator und Favicon Editor helfen dabei (”Favicon ruckzuck online kreieren“).

Hintergrundinformationen

Bei der Entwicklung einer Website sollte man ein umfassendes Konzept anlegen und umsetzen.

  1. Bei der Erstellung eines Impressums kann ein Impressum-Generator (Google-Suche) behilflich sein. Ein Beispiel dafür findet man bei “digi-info”.
  2. Bei der Konzeption einer Website sollte man sich auch mit dem Thema Barrierefreiheit befassen (siehe auch “Aktion Mensch-Initiative für ein barrierefreies Web”).
  3. Komischerweise kommt das Stichwort Traffic bei vielen Providern nur im Kleingedruckten vor — als Webmaster sollte man hier ein Auge drauf haben, denn sonst könnte es unerwartet teuer werden.
  4. Datumsangaben entlarven faule Webmaster — eine Google-Suche nach dem Hinweis “last update 2001″.
  5. Neben der MySQL-Datenbank benötigt Joomla natürlich PHP. Dazu kann man folgende Fragestellungen erörtern: Was genau bewirkt safe_mode und ist das sicher?, Register Globals sowie Sicherheit allgemein.
  6. Klappern gehört zum Handwerk und ist im Internet mit dem Schlagwort SEO eng verbunden. Informationen dazu findet man bei Wikipedia sowie das interessante Experiment “Hommingberger Gepardenforelle” von Heise.
  7. Wer ein CMS wie Joomla verwenden möchte, braucht im heimischen Büro nicht unbedingt den allerneuesten Computer. Eine Meldung im Newsticker zeigt, daß es u. U. auch ein “Brotkasten” à la Commodore C64 tut — Hauptsache, man bekommt einen Browser nach aktuellen Standards zum Laufen.
  8. Den richtigen Provider für Webspace oder Server zu finden ist bei der Vielzahl der Angebote gar nicht so einfach. Neben Testberichten in Fachzeitschriften hilft beim Einstieg die Webhosterlist. Die die Erprobung von Joomla lief über ein Strato-Powerweb bzw. einen virtuellen Server (STRATO Webhosting Komplett-Pakete).
Eine Website wird mit einem eigenen Domain-Namen gleich viel professioneller. Mit dem Domain-Checker kann gleichzeitig mehrere TLDs überprüfen und sich so eine Menge Tipparbeit ersparen.

Literatur

Bücher zum Thema Joomla und Internet, die bei der Entwicklung einer anspruchsvollen Website hilfreich sein können.

  1. Joomla! 1.5, das Einsteigerseminar von Thorsten Luhm. Installation und Konfiguration von Joomla 1.5 (Beta2/RC1/2/3).
  2. Die meisten Templates basieren auf Cascading Style Sheets (CSS). Damit man Themes selbst anpassen oder entwickeln kann, sollte man sich damit auskennen (”Cascading Stylesheets. Stil mit ’stil’.“).
  3. Der große Rundumschlag für alle, die in die serverseitige Programmierung und Websiteentwicklung einsteigen wollen: HTML, XHTML, CSS HTML, XHTML & CSS, “Das Große Buch HTML. XHTML & CSS
  4. Je populärer eine Entwicklungsumgebung wird, desto öfter muß man sich mit Mißbrauch befassen: “PHP-Sicherheit. PHP/MySQL-Webanwendungen sicher programmieren” behandelt kompetent dieses Thema (siehe auch PHP-Sicherheit und PHP-UG-Hannover).
  5. Auch wenn man zu Hause mit Windows oder MacOS arbeitet, läuft die Website mit großer Wahrscheinlichkeit auf einem Linux/UNIX-basierten Server. Wer sich mit diesem Betriebssystem näher beschäftigen möchte, greift beispielsweise zu Koflers “Linux — Installation, Konfiguration, Anwendung (Jubiläumsausgabe mit 2 DVDs: SUSE 10.1 und Knoppix 5.0)“.
  6. Suchmaschinenoptimierung ist notwendig (SEO), damit eine Website gefunden wird. Mario Fischer schildert fundiert, aber trotzdem nicht trocken “Website Boosting. Suchmaschinen-Optimierung, Usability, Webseiten-Marketing“.